Velmohra – Im Bann der Tiefe

Unsere Bewertung

Bewertung: 5 von 5.

Steckbrief

TitelVelmohra: Im Bann der Tiefe
VerlagDenkriesen (D&R Denkriesen GmbH)
AutorHamlet
Erscheinungsjahr2025
Offizielle Spieleranzahl1 bis 4
Zu zweit spielbarJa, ohne Einschränkung. Zwei Personen liegen mitten im offiziellen Spielerbereich, es braucht also keine Variante und keine Anpassung.
SpieldauerOffiziell ca. 40 Minuten, bei uns zu zweit eher 20 bis 25 Minuten
Empfohlenes AlterAb 10 Jahren
PreisCa. 20 Euro | Hier kaufen*
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Verpackungsmaße und GewichtQuadratische Schachtel, ca. 14,5 x 14,5 x 4,7 cm, ca. 297 g
SpracheDeutsch

Herkunft des Exemplars: Rezensionsexemplar vom Verlag Denkriesen.

Wieder einmal Hals über Kopf in die Optik verliebt

Es ist mal wieder passiert: Ich habe mich auf den ersten Blick in die Optik eines Spiels verliebt. Bei „Velmohra“ war es sogar ein regelrechter Schock, so schön ist die kleine quadratische Schachtel gestaltet. Ob das Spiel dahinter hält, was die Verpackung verspricht, habe ich zu zweit ausprobiert.

Kurzvorstellung

In „Velmohra“ werdet ihr zu Perlentauchern und erkundet die Tiefen des Meeres. Das Spiel findet an zwei Orten statt: Auf dem Tauchplan zeichnet ihr Wege und sammelt Schätze, in der Grotte, also dem Spielbrett in der Schachtel, zieht ihr mit eurer Taucherfigur los, um Perlenchips zu bergen. Beides bringt Punkte, und ein Seeungeheuer kann das Spielende einläuten. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

Das Spielgefühl zu zweit

„Velmohra“ ist offiziell für 1 bis 4 Personen gedacht, zu zweit spielt man also nach den ganz normalen Regeln. Und das funktioniert sehr gut.

Ganz ohne Wartezeit geht es allerdings nicht: Zu zweit gibt es ein wenig Downtime, weil man nur dann etwas tun kann, wenn man an der Reihe ist. Ich vermute, dass dieser Effekt mit mehr Mitspielenden deutlich stärker ausfällt. Die Grotte bietet zu zweit außerdem genug Platz, und man kommt sich bei den zu bergenden Schätzen nicht so sehr in die Quere. Mit mehr Personen dürfte das anders aussehen, aber das kann ich aus eigener Erfahrung nicht beurteilen.

Spannend wird es, wenn man mit der richtigen Anzahl an Zügen genau auf das passende Perlenfeld kommen will. In unserer ersten Partie hat uns genau das ziemlich genervt, weil es uns schlicht zu kompliziert erschien. Mit etwas Übung wurde es spürbar einfacher und wir hatten mehr Überblick. Aber wenn man sich eine schöne Strategie zurechtgelegt hat, kann sie vom Gegenüber auch mal torpediert werden.

Format und Reisetauglichkeit

Die Schachtel ist klein und robust und findet auch im Koffer problemlos Platz. Gespielt wird in der Schachtel selbst, deshalb braucht man auf dem Tisch kaum Platz. Den Block kann man zur Not sogar auf den Knien balancieren.

Der Aufbau dauert ein wenig länger als gedacht, denn die Perlenchips fliegen grundsätzlich im Karton umher und müssen erst einmal sortiert werden. Danach gehen Aufbau und auch der Abbau recht schnell.

Wiederspielwert und Einstieg

Die Regeln sind relativ schnell erklärt. Trotzdem haben wir eine Weile gebraucht, um richtig reinzukommen, denn man muss schon ein bisschen tüfteln, wie man an den nächsten Perlenchip gelangt. Danach wird es mit jeder Partie flüssiger. Ein Spiel zum Runterspielen nebenbei ist „Velmohra“ aber nicht, man muss taktieren und sich eine Strategie zurechtlegen. Der Block mit 50 Tauchplänen sorgt außerdem dafür, dass ihr aus einer Schachtel eine ganze Menge Partien herausholen könnt.

Material und Optik

Die Optik ist der Knaller, ich war sofort schockverliebt. Die Materialien fühlen sich insgesamt hochwertig an. Gelungen finde ich auch das Spielprinzip mit seinem neuartigen Nicht-ganz-Roll-and-Write-Mechanismus. Dass man in der kleinen Schachtel spielt und kaum Tischfläche braucht, ist ein dickes Plus.

Pro und Contra

Pro

  • Fantastische Optik
  • Hochwertig wirkendes Material
  • Neuartiger Mechanismus, der kein reines Roll and Write ist
  • Zu zweit sehr gut spielbar, die Grotte bietet genug Platz
  • Kleine, robuste Schachtel, gespielt wird direkt darin
  • Braucht kaum Tischfläche, der Block lässt sich zur Not auf den Knien balancieren
  • Strategie und Taktik statt reinem Würfelglück

Contra

  • Die Perlenchips fliegen in der Schachtel umher und lassen sich schwer aus der Öffnung fummeln
  • Der Aufbau dauert wegen des Chip-Sortierens etwas länger
  • Der Einstieg ist zäh, unsere erste Partie war eher frustrierend
  • Zu zweit gibt es ein wenig Downtime, bei mehr Mitspielenden sicherlich noch mehr
  • Die Ankreuzplätze für die ertauchten Perlen haben in keiner unserer Partien ausgereicht

Für wen ist es geeignet, für wen nicht

Geeignet für alle, die gern ein wenig tüfteln und Lust auf Strategie und Taktik haben, aber trotzdem ein Spiel suchen, das kaum Platz braucht und in der Schachtel gespielt wird. Eher nichts für alle, die ein einfaches Spiel zum Runterspielen erwarten, denn hier muss man mitdenken und planen.

Fazit und Wertung

„Velmohra“ hat mich vor allem mit seiner Optik, dem Material und dem frischen Spielprinzip überzeugt. Zu zweit funktioniert es sehr gut, in der kleinen, robusten Schachtel ist es auch unterwegs gut aufgehoben. Abzüge gibt es für die störrischen Perlenchips, die zu knappen Ankreuzplätze für die ertauchten Perlen, den zähen Einstieg und die leichte Downtime. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis fallen diese Punkte nur leicht ins Gewicht, denn Material und die 50 Tauchpläne bieten für rund 20 Euro viel.

Spielspaß allgemein
Zweispieler-Tauglichkeit
Portabilität
Material und Verarbeitung
Preis-Leistung

Skala: 1 bis 6 Würfelpunkte, wobei 6 die Höchstwertung ist.

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