Knister
Unsere Bewertung
Steckbrief
| Titel | Knister |
| Verlag | NSV, Nürnberger-Spielkarten-Verlag |
| Autor | Heinz Wüppen |
| Erscheinungsjahr | 2017 (Neuauflage von „Würfel-Bingo“, das 2007 auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres stand) |
| Offizielle Spieleranzahl | 1 bis 12 |
| Zu zweit spielbar | Ja, ohne Einschränkung. Da alle Mitspielenden gleichzeitig würfeln und auf ihrem eigenen Zettel eintragen, funktioniert das Spiel bei zwei Personen genauso wie in großer Runde. |
| Spieldauer | Offiziell ca. 15 Minuten |
| Empfohlenes Alter | Ab 8 Jahren |
| Preis | UVP 12,39 Euro – Hier kaufen* (Wenn ihr über diesen Link kauft, erhalten wir eine kleine Provision.) |
| Verpackungsmaße und Gewicht | Ca. 131 x 100 x 23 mm, ca. 118 g |
| Sprache | Deutsch |
Herkunft des Exemplars: gekauft.
Ein Würfelspiel für zwölf, das bei uns zu zweit auf dem Tisch landet
Auf der Schachtel steht „1 bis 12 Spieler“, an unserem Tisch stehen aber meistens nur zwei Stühle. Genau deshalb hat uns „Knister“ zunächst überrascht, denn ein Spiel, das für so große Runden ausgelegt ist, klingt erst mal nicht nach einem typischen Kandidaten für unsere Nische. Nach ein paar Partien zu zweit war klar, dass sich diese Sorge nicht bestätigt.
Kurzvorstellung
Jede Person bekommt einen Zettel mit einem 5×5-Raster und einen Stift. Reihum wird gewürfelt, die Summe der beiden Würfel wird laut angesagt, und alle tragen diese Zahl gleichzeitig irgendwo in ihrem eigenen Raster ein. Am Ende zählen volle Reihen, Spalten und Diagonalen, wenn dort möglichst gute Kombinationen wie Drilling, Straße oder Full House stehen, die Diagonalen sogar doppelt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.
Das Spielgefühl zu zweit
„Knister“ ist klar für große Runden konzipiert, aber die Mechanik macht die Spieleranzahl im Grunde egal. Da niemand gegen eine bestimmte andere Person spielt, sondern jede Person nur mit ihrem eigenen Zettel beschäftigt ist, gibt es keinen Unterschied im Ablauf zwischen zwei und zwölf Mitspielenden. Eine offizielle Zweier-Variante braucht es daher auch gar nicht.
Downtime gibt es ebenfalls nicht, denn während gewürfelt wird, trägt jede Person parallel ihre eigene Zahl ein. Zu zweit fühlt sich das Ganze dadurch fast wie ein kleines paralleles Duell an, man würfelt abwechselnd füreinander, wertet aber am Ende jeder für sich. Das macht „Knister“ zu einer schönen schnellen Runde für zwischendurch, ohne dass man sich groß absprechen oder aufeinander abstimmen müsste.
Format und Reisetauglichkeit
Mit rund 131 x 100 x 23 mm und etwa 118 Gramm ist die Schachtel angenehm klein und leicht, dazu passt der Inhalt aus zwei Würfeln, Spielblock, Anleitung und vier Stiften kompakt hinein. Tischplatz braucht man kaum, ein kleiner Zugtisch oder eine Café-Ecke reichen locker aus.
Laut ist „Knister“ auch unterwegs kein Problem. Das Würfeln selbst macht natürlich ein kleines Geräusch, aber es muss nicht diskutiert oder abgesprochen werden, jede Person trägt einfach das Ergebnis auf ihrem Zettel ein. Das bleibt insgesamt recht leise und damit gut geeignet für Zug oder andere leise Umgebungen.
Wiederspielwert und Einstieg
Die Regeln sind schnell erklärt, gewürfelt und eingetragen wird sofort. Auch nach mehreren Partien macht „Knister“ bei uns weiterhin Spaß, ein Abnutzungseffekt ist bislang nicht spürbar.
Material und Optik
Block, Würfel und Stifte sind einfach und funktional gehalten, wie es für ein Spiel in dieser Preisklasse zu erwarten ist. Nichts Besonderes, aber auch nichts, was stört.
Pro und Contra
Pro
- Funktioniert zu zweit identisch gut wie in großer Runde, keine Umgewöhnung nötig
- Keine Downtime, da alle gleichzeitig eintragen
- Kompakte, leichte Verpackung, gut für unterwegs
- Leise genug für Zug oder Wartezimmer
- Regeln in kurzer Zeit erklärt, schneller Einstieg
Contra
- Der Spielblock ist ein Verbrauchsmaterial, irgendwann müssen Zusatzblöcke nachgekauft werden
- Reines Glücksspiel mit Würfeln, wer auf taktische Tiefe oder direkte Interaktion zwischen den Spielenden aus ist, wird davon nicht bedient
- Da jede Person nur mit dem eigenen Zettel beschäftigt ist, bleibt der direkte Austausch zu zweit während der Partie gering
Für wen ist es geeignet, für wen nicht
Ideal für Paare oder Reisende, die ein schnelles, leises Füllerspiel ohne Platzbedarf und ohne lange Erklärung suchen. Auch für spontane Runden zwischendurch gut geeignet. Eher nichts für alle, die zu zweit ein Spiel mit viel direkter Interaktion oder taktischer Tiefe erwarten, hier zählt vor allem Würfelglück.
Fazit und Wertung
„Knister“ ist im Kern eine Neuauflage von „Würfel-Bingo“, das schon 2007 auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres stand, seit 2017 bringt der Nürnberger-Spielkarten-Verlag es unter neuem Namen heraus. Für uns überraschend war vor allem, wie problemlos sich ein Spiel, das für bis zu zwölf Personen ausgelegt ist, auch zu zweit spielt. Kompakt, leise und schnell erklärt, ideal für unterwegs, auch wenn Fans von direkter Interaktion oder Taktik hier eher leer ausgehen.
| Spielspaß allgemein | |
| Zweispieler-Tauglichkeit | |
| Portabilität | |
| Material und Verarbeitung | |
| Preis-Leistung |


