Qwirkle
Unsere Bewertung
Steckbrief
<| Titel | Qwirkle (Bring-mich-mit-Ausgabe in der Metalldose) |
| Verlag | Schmidt Spiele |
| Autorin | Susan McKinley Ross |
| Erscheinungsjahr | Basisspiel 2010 (Spiel des Jahres 2011), diese Mini-Ausgabe erschien 2017 |
| Offizielle Spieleranzahl | 2 bis 4 |
| Zu zweit spielbar | Ja, ohne Einschränkung. Qwirkle ist von Grund auf für 2 bis 4 Personen designt, keine nachträgliche Anpassung nötig. |
| Spieldauer | Offiziell ca. 30 bis 45 Minuten, bei uns zu zweit eher kürzer, meist bis zu 30 Minuten |
| Empfohlenes Alter | Ab 6 Jahren |
| Preis | UVP 7,99 Euro – Hier kaufen* (Wenn ihr über diesen Link kauft, erhalten wir eine kleine Provision.) |
| Verpackungsmaße und Gewicht | Ca. 18,4 x 11,8 x 4 cm, ca. 300 g |
| Sprache | Deutsch (Anleitung zusätzlich in Französisch und Italienisch) |
Herkunft des Exemplars: gebraucht im Second-Hand-Laden entdeckt.
Wie der lustige Name mich zum Kauf verführt hat
Ich stehe im Second-Hand-Laden vor einem Regal mit Gesellschaftsspielen, und dann fällt mein Blick auf eine kleine weiße Metalldose mit der Aufschrift „Qwirkle“. Ein Wort, das komisch aus dem Mund kommt und bei dem selbst die Rechtschreibkorrektur nervös wird. Allein der Name hat mich überzeugt, ich musste die Dose einfach mitnehmen. Erst zu Hause habe ich gemerkt, dass ich mir damit ein „Spiel des Jahres“ ins Regal geholt habe.
Kurzvorstellung
Bei Qwirkle legt man kleine Plättchen mit sechs Farben und sechs Formen an, ähnlich wie bei Domino, nur bunter. Wer eine Reihe bildet, in der entweder die Farbe oder die Form gleich bleibt, bekommt Punkte, und wer alle sechs Farben oder Formen einer Sorte in einer Reihe vereint, kassiert einen dicken Bonus. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt.
Das Spielgefühl zu zweit
Qwirkle ist kein Spiel, das man für mehr Personen entwickelt und dann notdürftig auf zwei heruntergebrochen hat. Es ist von vornherein für 2 bis 4 Spieler:innen gedacht, und das merkt man auch. Zu zweit fühlt es sich genauso vollwertig an wie in größerer Runde.
Die Dynamik verschiebt sich trotzdem spürbar. Mit nur einer Mitspielerin oder einem Mitspieler wird das Spiel ruhiger, denn es gibt weniger Konkurrenz um die guten Anlegeplätze. Bei vier Personen schnappt einem schon mal jemand die Lücke weg, auf die man selbst spekuliert hat, zu zweit passiert das seltener. Downtime entsteht dabei aber trotzdem nicht, denn auch wenn die andere Person am Zug ist, überlegt man die ganze Zeit mit, wo die eigenen Plättchen am besten passen würden.
Besonders gut hat uns eine Partie im Urlaub auf einem kleinen Balkontisch gefallen. Die Plättchen sind klein genug, dass man auch auf wenig Fläche gut auslegen kann, ohne sich beengt zu fühlen.
Format und Reisetauglichkeit
Die Metalldose ist der große Pluspunkt dieser Ausgabe. Sie ist stabil, geht unterwegs nicht versehentlich auf und übersteht auch mal einen Rucksack ohne Probleme. Bei den 108 kleinen Plättchen sollte man trotzdem ein wenig aufpassen, verloren gegangen ist uns bislang aber noch keines.
Gesprochen wird bei Qwirkle zwar durchgehend, aber laut wird es dabei nie, ein Zugabteil wäre also kein Problem. Allerdings braucht das Spiel dann doch etwas mehr Fläche, als ein kleines Zugtischchen hergibt, ein Tisch in normaler Café-Größe passt aber locker. Auf- und Abbau sind schnell erledigt, sodass sich auch eine kurze Runde zwischendurch lohnt.
Enthalten sind neben den 108 Plättchen auch zwei Mini-Erweiterungen, die wir bislang aber noch nicht ausprobiert haben.
Wiederspielwert und Einstieg
Qwirkle ist schnell erklärt und macht schon in der ersten Partie Spaß, ganz ohne Anlaufzeit. Auch nach vielen Runden hat sich das bei uns nicht abgenutzt, wir spielen es bis heute immer wieder gerne.
Material und Optik
Im Vergleich zur großen Ausgabe mit den beliebten Holzsteinen setzt die Mini-Version auf Pappplättchen. Das spart Gewicht und Platz und funktioniert im Spiel selbst problemlos, wer allerdings auf die Haptik der Holzsteine steht, wird die Pappversion doof finden. Etwas wackelig sind die kleinen Ablagebänke für die Plättchen, hier sollte man beim Ein- und Auspacken vorsichtig sein, damit sie nicht kaputtgehen.
Pro und Contra
Pro
- Funktioniert zu zweit genauso gut wie mit mehr Spieler:innen, ohne dass man improvisieren muss
- Robuste Metalldose, die auch unterwegs einiges aushält
- Sehr leise, damit auch für Zug oder Hostel geeignet
- Schnell erklärt und macht sofort Spaß
- Zwei Mini-Erweiterungen bereits enthalten
- Günstiger Preis
Contra
- Pappplättchen statt der beliebten Holzsteine der großen Ausgabe
- Ablagebänke für die Plättchen wirken etwas instabil
- Braucht etwas mehr Tischfläche, als ein kleines Zugtischchen bietet
Für wen ist es geeignet, für wen nicht
Ideal für alle, die ihr Lieblings-Legespiel mit in den Urlaub nehmen wollen und dabei auf Nummer sicher gehen möchten, dass nichts kaputtgeht. Auch für ruhige Zweier-Abende ohne viel Aufbauaufwand bestens geeignet. Eher nichts für alle, die unbedingt auf die Haptik der originalen Holzsteine Wert legen.
Fazit und Wertung
Ein spontaner Kauf wegen eines lustigen Namens hat sich hier als echter Glücksgriff erwiesen. Die Bring-mich-mit-Ausgabe von Qwirkle bringt das preisgekrönte Spielprinzip in ein robustes, reisetaugliches Format, ohne dass dabei der Spielspaß leidet, weder zu zweit noch in größerer Runde. Kleine Abstriche gibt es nur beim Material, denn Pappe ist eben nicht Holz. Für unsere Nische ist das trotzdem fast ein Volltreffer.
| Spielspaß allgemein | |
| Zweispieler-Tauglichkeit | |
| Portabilität | |
| Material und Verarbeitung | |
| Preis-Leistung |


